05.04.2015

Unsere Pferde

Jimmy Seppl

Jimmy und Seppl

Im November 2016 wechselten Haflinger Seppl und Quarter-Hafi-Mix Jimmy aus ihrem Stall zu uns. Sie sind sechs- und siebenjährig und haben außer Wiesen noch nichts gesehen. Sie sind noch so herrlich Jungpferdnaiv und freuen sich über jede Abwechslung. Aber mehr als einzeln und zu zweit spazierengehen, Führübungen über Hindernisse und erste Ausflüge als Handpferd haben wir noch nicht unternommen. Wir schöpfen aus unserem großen Bonus: Wir haben Zeit und geben euch die, die ihr braucht!

Jaco

Jaco

eigentlich Gyüjtö, ist 2004 geboren und wurde Zweijährig von uns gekauft. Er gehört zur seltenen Rasse der Sarvarer und ist im externer Link Gestüt Leutstetten aufgewachsen. Diese Halbblüter wurden vom Prinz Ludwig von Bayern für die Kavallerie gezüchtet und sind nervenstarke Buschpferde.

Knapp vierjährig haben wir ihn nach einer gründlichen Bodenschule, Longieren und Handpferdereiten zum Reiten vorbereitet. Ich bin mit ihm durch mehr Tiefen als Höhen in der Jungpferdeausbildung gegangen

Problempferde gibt es tatsächlich und sie werden nicht immer erst gemacht. Nichts hat meinen Charakter so sehr beeinflusst wie dieses Pferd.

Ihn zu reiten hat nichts mit Reiten-Können zu tun, sondern ist eine reine Einstellungssache. Ist man nicht mit sich im Reinen, ist genervt oder schreit nach dem Hund, reitet man ihn in Selbsthaltung Marke "Rollkur". Er ist eine mentale Herausforderung und hier mein Lehrmeister. Im Umgang ist er liebenswert, besonders wenn er seine großen Ohren Marke Pommestüten, unschuldig zur Seite klappt. Wir haben ihn jetzt auf unserer Seite und alles was er tut, an das er nicht glaubt, macht er für uns! Was hab ich verbrochen? Man kriegt ja angeblich, was man zur eigenen Entwicklung gerade braucht. Ja, wir lernen viel zusammen, auch wenn es nicht die Galopppirouette sein wird.

Paolo

Paolo

ist ein spanisch-ägyptisch gezogener Vollblutaraber und gleichaltriger Kumpel zu Jaco. Er kommt aus einer leistungsgeprüften Distanzpferdezucht und ist am liebsten immer in Bewegung. Das gelingt ihm auch leicht, weil ihn die böse Welt immer wieder in Angst und Schrecken versetzt.

Im Umgang ist er angenehm sensibel, will alles recht machen und ist immer dem Menschen zugetan, wie ein Schäferhund.

Im Gelände geht er wirklich mutig voran, voll Vertrauen in seinen Reiter. Die ersten Fremdreiter hat er auch schon durch die Prüfung getragen.

Larry

Lerry

Lerry, eigentlich Leo, ist ein Connemara-Pony im XXL-Format. Er ist 1998 geboren und wir haben ihn fünfjährig gekauft. Seine Vorbesitzerin hat er wiederholt ins Krankenhaus gebockt. Wir haben ihm das mit einer neuen Grundausbildung und: wer hoch kann, kann auch vorwärts wieder abgewöhnt. Er fühlt sich in der Penquitt-Reitweise sehr wohl und geht jetzt auch ganz schön auf dem Platz. Den Richtern gefällt vor allem seine Galoppade und Losgelassenheit.

Im Gelände geht er durch Dick und Dünn und ist ein echter Kumpel. Wenn ihm das Trabtempo in der Gruppe zu schnell wird, kann er auch mal heiß und zornig werden. Manchmal ist man mit seinem Ponykopf schon gefordert. Seht selbst, der Schelm ist ihm ins Gesicht geschrieben.


Don't cry for the Horses
by Brenda Riley-Seymore

Don't cry for the horses
That life has set free
A million white horses
Forever to be

Don't cry for the horses
Now in God's hands
As they dance and they prance
To a heavenly band

They were ours as a gift
But never to keep
As they close their eyes
Forever to sleep

Their spirits unbound
On silver wings they fly
A million white horses
Against the blue sky ...

Axel

Axel

ist ein von Peter 1981 selbst gezogener Ausnahmehaflinger, der in einer Wirtschaft getauft wurde. Er war 7 Jahre Hengst, wurde aber kastriert, als Peter mit dem Wanderreiten anfing. Die Beiden sind durch fast alle Sparten der Reiterei gezogen - die höheren Dressurlektionen ersparten sie sich einvernehmlich.

Wanderritte, Meutejagden, historische Umzüge, Holzrücken, bronzenes Fahrabzeichen, Berittführer, Kreismeister- die zwei waren wie Topf und Deckel.

Bei uns lief er noch einige Wanderritte und Kurse. Ein Richter beurteilte ihn mit: der kann aber lesen und schreiben. Axel hat sich seine Fans selbst ausgesucht. Die, die er mochte, hat er souverän über Stock, Stein und Sprung getragen, nach dem Motto: bitte stör mich nicht, ich mach das schon. Die, die er nicht mochte, ließ er verzweifeln.

Die letzten Jahre war er in Rente und sorgt bei uns für ein klares Herdenreglement und um penible Ordnung im Stall. Jede Türe, die nur zu und nicht extra haflingergesichert ist, macht er auf. Schlaue Pferde sind zuweilen ganz schön anstrengend, fördern aber die Kreativität. Inzwischen haben wir seinen interner Link 30.sten gefeiert

Am 19.10.2016 mussten wir uns von ihm im Kreise seiner Herde verabschieden. Nach 35 gemeinsamen Jahren entsteht eine große Lücke. Wo ist deine aufdringliche Nase, die unsere Taschen durchwühlt? Wo ist dein weiser Blick, mit dem Du gelassen jede Situation gemeistert hast? Wer soll jetzt deine Tonne Grascobs fressen? Wer beruhigt die Herde an Sylvester? Du fehlst uns mit deiner klugen, leisen Art, Du warst solange ein Teil von uns!

Joker

Joker

Wir trauern um unseren 18 jährigen Quarter Hollywood Joker Jac, den wir am 20.10.12 auf die ewige Weide entlassen haben.

Es bleibt der Dank an 15 gemeinsame Jahre, die tollen Ritte, das "gemeinsame Glänzen " können und so einen Schatz besessen zu haben.

Mymoon

Mymoon

heißt auf arabisch: Glück im Stall. Er ist bei uns 1992 geboren. Die Anpaarung unserer leistungsbereiten Traberstute Sheila, mit einem asilen Araber ergab das Multitalent Tra-raber. Mit ihm haben wir jeden Orientierungsritt gewonnen, sind dreimal Kreismeister und auch Deutscher Meister im Trekkingreiten geworden. Er scheint Gedankenlesen zu können und war ein echter Streber.

Am 3.6.14 ging Mymoon über den Regenbogen. 22 Jahre lang waren wir fast täglich zusammen. 18 Jahre lang war er bestrebt sein bestes zu geben. Ich habe mit ihm wunderschöne Erfolge gefeiert und mühelose Ritte in bester Erinnerung. Er hieß bei den Kursteilnehmern: Herr Naseweiß, Professor, Streber

Er trat dem Menschen einfach nur wohlwollend gegenüber (solange sie ihn nicht im Fellwechsel putzten). Ich konnte mich auf ihn verlassen. Er wurde bei uns geboren, hat nie seinen Stall gewechselt und durfte auf der Weide mit uns sterben. Es war ein Abschied in Etappen, wir wussten: das mit dem Bein, das wird nix mehr - auch nicht noch den Sommer lang. Es ist furchtbar noch ein "Seelenpferd" gehen zu lassen- aber es ist unsere Pflicht.

Vielen Dank an Doris, die ihm auch in den nicht mehr reitbaren Wochen das Gefühl gab, wichtig und geliebt zu sein!

Dirndl

Dirndl

ist im gleichen Jahr bei uns geboren und leider ein echter Haflinger.

Ich habe sie mit der Motivation eingeritten, der Welt zu zeigen, dass auch ein Hafi was leisten kann. Ich bin dabei aber an ihrem Phlegma und wohl an ihrem barockem Körperbau gescheitert - auch das muss man akzeptieren.

Sie ist ein verlässliches, gemütliches Wanderreitpferd geworden, stets bemüht, nicht zu sehr dabei abzunehmen. Auf unsichere Reiter wirkt sie äußerst vertrauenserweckend. Wenn sich jedoch jemand durchsetzen kann und will, dann spürt sie durchaus den Ernst der Lage und marschiert vorne mit.

Spitznamen wie z.B. der Staubsauger lassen auf ihre ausgeprägte Angst vorm Verhungern schließen. Ihr Futterneid geht sogar soweit, dass sie wohl auch noch ihre eigenen Würmer verdaut, weil nichts nachzuweisen ist. Doch ihr Wimpernaufschlag ist einfach unwiderstehlich.

Am 24.03.15 ersparten wir ihr die kommende Weidesaison, bei der sie wieder schimpfend und klagend den anderen nachwiehern würde, weil sie nur mit "Stoppuhr" aufs Grün durfte. Zum Sommerekzem kam jetzt noch EMS und ständige Reheschübe. Wir wünschen ihr alle eine gelbe Löwenzahnwiese ad libitum - sie war ein braves Pferd. Danke an ihre Reitbeteiligung Melanie, die ihr gute 15 Jahre eine liebenswerte Begleitung war.

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