Trageerschöpfung − oder: wenn das Fass übergelaufen ist

Schon vor Jahren hat meine Ausbilderin und Physiotherapeutin Tanja Richter vom IPP das Syndrom definiert. Nun hat es endlich ein breiteres Gehör gefunden, bestimmt unterstützt durch ihr lesenswertes, neues Buch Illusion Pferdeosteopathie.

Unter den Pferdebesitzern kenne ich drei Gruppen. Die, die sagen, das und das hat mein Pferd schon immer und läuft trotzdem. Die, die die Flöhe husten hören um endlich ihren Pflegetrieb ausleben zu können. Und zuletzt, die tatsächlich Ahnungslosen. Mein Bestreben ist, mit diesen Zeilen einen Mittelweg für das Verständnis der Dysbalance zwischen Skelett und Bewegungsmuskulatur zu finden. Denn die Trageerschöpfung ist reitweisenunabhängig, multifaktorell und liegt immer in der Verantwortung des Besitzers. Sie entsteht über einen längeren Zeitraum und ist mit wachen Augen den Pferden anzusehen:

Beispiel Trageerschoepfung beim Pferd

Wenn ihr euer Pferd mit dieser Symptomatik vorfindet, ist es fünf vor zwölf für euer Handeln. Hat euer Pferd nur einige dieser äußeren Erscheinungen, spricht das definitiv auch für Fehler im Management und bereits erreichten Blockaden im Bewegungsapparat.

Was hätte man denn an der Bewegung erfühlen können:

Was habe ich als Reiter falsch gemacht?

Was kann ich tun?

Was hilft mir bei der Meinungsfindung?
z.B. das Seminar Trageerschöpfung oder funktionelle Anatomie. Hier werden wir den eigenen Blick schulen und Zusammenhänge zwischen Muskelphysiologie und Training herstellen.

(Artikel erschienen im VFD-Jahrbuch 2013)

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